Mittwoch, 29. Februar 2012

Kalbarri National Park

Stau, Stau, Stau, wohin das
Auge reicht
Tag 2 in Kalbarri. Gestern waren wir dann noch mit Barbara, Caros Freundin, am Abend im "Dorfpub" .. naja, war eigentlich recht gross ... nur sehr wenig Leute dortn. Scheint hier grad nicht die High-Season zu sein ... was uns eh recht ist. Aber ein paar Carlton Dry und ein netter Plausch sind sich ausgegangen (und war ja ums Eck, also insofern), und das reicht eigentlich. Nachteil der ganzen Geschichte: Ich habs BIS GESTERN geschafft in der Nacht nicht aufs Klo zu müssen ... wie gesagt, bis gestern. Die ganzen Bier haben dann ihren Tribut gefordert und mich um 01:00 Uhr durch den Campingplatz schleichen lassen. Also ICH hätt mir nicht begegnen wollen ... mitten in der Nacht, leicht bekleidet, grummelnd, durch den Campingplatz schleichend. Ich bin glaub ich sogar an einem grossen Vogel vorbei der neben mir auf einem Pfahl geschlafen hat und mich nicht bemerkt hat. Ich bin mir fast sogar sicher, dass ich ihn schnaufen gehört hab beim vorbeigehen ... aber DAS kann mich jetzt auch täuschen :) Caro meint, das wär ich SELBER gewesen weil ich sicher schlafgewandelt habe. Ich bezweifle das. 

... aber genau kann ich's nicht sagen ... schon allein weil dieser Pfahl heute irgendwie nicht mehr da ist. Naja, vielleicht muss ich ja heute wieder aufs Klo, dann frag ich den Vogel wie er heisst und wo er herkommt :)

Österreich ... sozusagen
Heute morgens sind wir dann recht früh los, weil das heutige Ziel der Kalbarri National Park war. Da gibts im Prinzip "nur" Schluchten und so Zeug anzuschauen ... und ein paar coole Felsformationen. Und nachdems die Wettervorhersage eh schon wieder Temperaturen an die 40°C vorausgesagt hat, wäre ein Spaziergang um Punkt 12 eher unratsam gewesen. Sind dann eben rausgefahren, liegt ca. 10-15km ausserhalb der Stadtgrenzen von Kalbarri. Und DA zweigt die Strecke dann ab in der Nationalpark ... und es erwarten einen 25km Sand- und Wellblechpiste, bevor man dann nochmal 7km oder so auf selbiger Staubpiste fahren muss. Hier hat unser Bushi seine Stärken voll ausgespielt ... war zwar trotzalledem recht holprig (vorallem 25km sind 25km), aber mit einem kleinen Scheisserle-Auto hätt ich da nicht fahren wollen. Und wenn man mal die Ideal-Geschwindigkeit gefunden hat (bei mir war's heute 90km/h, genau zwischen Rumpeln und Haftung verlieren) gehts eigentlich ganz gut. Haben uns dann die traumhafte Kulisse des Canyons gegeben, ein paar Fotos gemacht, im "Natures Window" gesessen (das lustigerweise die Form von Österreich hat), und dann halt von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt gefahren und spaziert. Negative Erfahrung des Tages: Hab' mir beim Versuch ein Selbstauslöserfoto zu machen an so einem Felsen GSCHEIT den Kopf angehaut ... aber mei, so eine Beule am Kopf ist auch was schönes. Pf. Haben dann aber um ca. 12:30 eh schon aufgeben müssen, weil wir a) schon alles interessante gesehen haben und b) es einfach dortn schon an die 40°C (oder mehr) gehabt hat und das einfach nicht mehr gegangen wäre.

Man bemerke die Person ... die Caro ist

Am Nachmittag haben wir dann als erstes mal gejausnet / zu Mittag gegessen (Sandwiches, mmmhh), Barbara war einen Sprung hier, und dann sind wir hauswirtschaftlichen Tätigkeiten nachgegangen: Wäsche waschen, Abrechnungen zwecks Ausgaben durchführen, Wäsche aufhängen ... ach ja, und Schwimmen waren wir natürlich auch :) Kann wirklich was, wenn man genau vom Camper weg in 2 Minuten im Meer ist ... wo nebenbei genau NIEMAND sonstn ist, sodass man hier wirklich seine herrliche Ruhe hat. Und ich glaube das ist es auch was Western Australia ausmacht: Die Ruhe, der nicht vorhandene Rummel, die ganz wenigen Touristen, die schöne Landschaft und das traumhafte (wenn auch oft zu heisse) Wetter. Kann mir grad einfach nicht vorstellen dass es im Osten schöner sein kann ... auch wenn's hier (um Lisi zu zitiern) ja "gar nix gibt und man sofort wieder heimfliegen sollte" :) Aber gut, die Tatsache dass ich mit meinem Netbook gerade wieder neben unserem Auto in der kurzen Hose den baldigen Sonnenuntergang am Meer bei 30°C anschaue macht es einfach schwer negative Dinge zu finden :) 

Gekonnter Schutz vor Fliegen, aber
kontraproduktiv beim Trinken
So, kleiner Zeitsprung nach vorne ... mittlerweile ist es kurz vor 22:00 Uhr abends. Grund der Differenz: Wir waren abends dann noch den Sonnenuntergang beim "Island Rock" (hier bei den Klippen) anschauen. War sehr sehr schön ... wobei ich eher den Sonnenuntergang im Auge hatte und Caro eher die geschätzten 2 Millionen Fliegen die mich überall bevölkert haben. Darum schaut Caros Fotocounter auch so aus: Sonnenuntergang 4, Fliegen auf Andi: 15. Apropos Counter: "Dead vs. Alive" steht aktuell 12:15 ... wir nähern uns also langsam wieder dem Gleichgewicht an :) Warum allerdings die ganzen Fliegen immer nur auf MIR draufsitzen und nicht auf Caro ist mir einfach ein Rätstel. Gut, auf Caro sitzen eh meist 10-15 ... aber nicht 50-100 wie auf mir. "Waschen hilft!" möcht ich mir als Leserkommentar jetzt verbitten! Aber wie scheint stehen sich die Fliegen hier wirklich auf SCHWARZ ... und wenn man eine schwarze Sonnenbrille, schwarze Schuhe, ein braunes T-Shirt, einen grossen schwarzen Rucksack, ein schwarzes Stativ und eine schwarze Camera hat ... dann hat man einfach die Arschkarte gezogen glaub ich :)

Morgen am Vormittag (damit wir auch mal zum gemütlich Frühstücken kommen und vorallem dann der Mittagshitze entgehen) werden wir ca. 400km weiter nördlich rauf fahren ... nämlich nach Monkey Mia. Da heissts dann für 2 weitere Tage: Relaxen ... und Delphine füttern. Mehr dazu dann in ein paar Tagen im nächsten Posting.



Kommentare:

  1. Vroni, Irina und meiner einer sitzen gerade bei uns in der Küche und fragen uns wann denn nun endlich die Outdoor Sexszenen im Blog vorkommen....

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  2. Da Auseinandersetzungen leider nicht in meiner Natur liegen und Bilder mehr als tausend Worte sagen:
    Heron Island
    Gott sei Dank ohne Campingplatz, Fliegen und Dosenbier ;)

    Waren heute "The Descendants" mit JW, fein wars.
    Take care. C ya

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