Dienstag, 6. März 2012

Exmouth, Tag 2

So, jetzt hab ich wirklich schauen müssen was für ein Tag heute ist ... DAS nenn ich Urlaub. Dienstag, für die die's auch daheim nicht wissen. Wir sitzen immer noch in Exmouth ... werden aber morgen auf die ca. 750km lange Strecke von Exmouth in den Karijini National Park aufbrechen. Deshalb werden wir auch versuchen schon uma 07:00 Uhr loszukommen, damit wir uns noch halbwegs im Hellen einen Platz im National Park zum Campen suchen können. Sind schon sehr gespannt, soll sehr schön dortn sein ... Ziel wäre mal das Eco Retreat ... schau ma mal ob das was kann ... gibt zwar Wasserklo und Duschen ... aber keinen Strom, sind ja Eco. Ein paar Eindrücke (von Google Images) vom National Park ... in ein paar Tagen dann eigene: Siehe hier. An diesem Punkt sei nochmal auf die aktualisierte Route (siehe Link ganz rechts) hingewiesen ... diesmal wirklich :)

Was stand heut' noch am Programm? Sind am Vormittag dann gleich mal wieder auf die andere Seite der Halbinsel gefahren um uns noch weitere Strände anzuschauen. Geworden sinds im Endeffekt dann genau ein Schiffswrack (natürlich nur vom Strand aus beobachtet) und der Lakeside Beach. Der war zwar auch unglaublich schön, aber zum schnorcheln nicht so, schon allein weil einer unserer Schnorchel undicht war und somit das ganze nach 10 Sekunden schon erledigt war. Aber wurscht, zum Schwimmen selbst war's trotzdem sehr fein ... und im kleinen Teich beim Parkplatz lagen auch ein paar Känguruhs im Schatten ... auch ein netter Anblick. Unseren "Dead vs. Alive" Counter bezüglich Känguruhs haben wir mittlerweile aufgeben .. bei ca. >40 zu 17. Sind einfach zum entschluss gekommen dass die Dead-Seite im Endeffekt auf 70-90 klettern wird, und das dann einfach keinen Sinn mehr macht da mitzuzählen wieviel Kadaver wir schon gesehen haben ... ausserdem packt Caro das emotional immer ganz schlecht, wenn ich "Da, schon wieder eins!" zu einem toten Baby-Känguruh auf der Strasse sage. Ganz schlecht. :)

Mittags waren wir dann gemütlich was Essen (ich hab ein Sandwich Schnitzel delight gegessen ... auch interessant, Schnitzel in Down Under), Briefmarken holen und Karten schreiben. Hierbei gleich der Hinweis: Karten gehen MORGEN los ... also wer in ca. 1 Woche keine bekommt, den a) kenn nich nicht b) mag ich nicht oder c) hab ich einfach vergessen. Möge sich jeder in die entsprechende Kategorie einreihen.

... oder vielleicht kommt sie ja doch noch, die Karte :)

Wie in Jesolo ... NOT!
Nachmittags, nach einem Schnorcheltausch, sind wir wieder die 45 Minuten Richtung Turquoise-Bay gefahren um da den letzten Beach-/Schnorchelausflug zu machen. Mein Schnorchelausflug hat sich allerdings nach 5 Minuten wieder erübrigt, weil mir mein Schnitzel-Delight noch im Magen gelegen ist und ich mich nicht wie ein quirliger Delphin sondern wie eine träge Seekuh gefühlt habe ... und das geht dann einfach gar nicht :) Nichtsdestotrotz haben wir den tollen Strand dann noch genossen und sind auf 17:00 Uhr wieder nach Exmouth gefahren. Tanken, Schnorkel-Gear retournieren und wieder zurück am Campingplatz. Ich hab mich dann noch für 2-3 Runden in den Platz-eigenen Pool (der recht gross ist, überraschenderweise) gehaut. Bissi was gejausnet, ein paar Fotos gemacht, zsammgeräumt, und jetzt ist eh bald wieder Schlafenszeit, vorallem wenn's um 06:00 Uhr wieder aufgeht aus den Federn. Pfui, freut mich jetzt schon nicht.

Kurz für alle die die sich fragen wie's uns hier mit den Spinnen, Käfern, Schlangen, Dropbears und sonstigen wilden Tieren geht: Sehr gut eigentlich! Ich muss sagen ist alles halbsogtragisch. Spinnen sieht man zwar recht oft welche rumkrebsen, aber die sind nur halbsotragisch und wollen im Prinzip eh auch nur ihre Ruhe. "Look out, a snake!" hört man auch des öftern aus dem abendlichen Auto raus die Nachbarn sagen ... aber mei, solang sie DRAUSSEN ist und nicht DRIN können wir auch gut damit leben. Ameisen krabbeln einem halt wenn man in Flip-Flops rumsitzt des öfteren die Beine hoch ... soll aber auch wurscht sein. Lustigerweise sinds andere Tiere mit denen wir unsere Action haben: Emus und Vögel. Die Caro-Emu-Geschichte ist mittlerweile jedem bekannt (bitte wer lässt sich auch sein Frühstücksbrot von einem 1,5m Emu stehlen?!), aber heute wollten VÖGEL der Caro ihr Frühstück streitig machen. Hintergrund: Bei uns am Campingplatz gibt es im Prinzip 5 verschiedene Vogelarten: RIESIGE Schwärme von weissen Papageien, taubenähnliche ... mit so einem Hopf auf, kleine bunte Vögel, die üblichen schwarz-weissen die man in ganz WA antrifft ... und die üblichen Möwen. Und wenn man was isst, pirschen die sich alle recht bald heran ... "gschammig" sind die mal nicht. Ich hab die recht interessant gefunden, ich hab die Vögel angeschaut, die Vögel mich, und aus (ich glaub da war klar wer das Alpha-Tierchen ist ... nämlich ICH :)). Nur DANN haben sie wieder entdeckt dass Caro (mittlerweile schon verunsichert) recht "angreifbar" ist und haben sich in Kreisen ihrer genähert. Caro hat dann wieder versucht, mit den Füssen Sand nach den Vögeln zu schupfen (wie beim Baseball die Spieler auf die Umpires) ... hat sie aber nur kurz abgehalten sich wieder langsamen Schrittes Caro zu nähern und sie zum umkreisen. Spätestens als die ersten dann auf die Autoantenne sind, die anderen uns vom Baum aus beobachtet haben und der Caro einer sogar auf ihren Stuhl geflogen ist, war sie dann froh dass fertig gegessen war. Na, Caro ist wirklich kein Dr. Doolittle muss ich feststellen. ICH hab mir das ganze nur gemütlich aus meinem Stuhl angeschaut und geschmunzelt.

Bei mir waren sie noch einzeln,
bei Caro dann x4 :)


Ansonsten sehen wir an Haufen "wilde" Tiere in der Gegend rumkreuchen und fleuchen: Pelikane, komische Vögel, Quokkas, Schlangen, Rochen, Quallen, Termiten, Fische, Haie, Echsen, Schildkröten, Emus und natürlich auch: Känguruhs.

Eins der wilden Känguruhs für die
wir gefühlte 76x stehen bleiben mussten


Apropos Flip-Flops: Ich hab mich hier im Urlaub wirklich (erstmalig in meinem Leben) von Flip-Flops überzeugen lassen ... wirklich ganz toll muss ich sagen. Aber hier bei der Hitze sind die Dinger einfach unschlagbar ... sogar Converse schauen da schlecht aus, und das heisst was bei mir wie man weiss :) Hab zwar nur billige AUD 15,- Dinger ausn Supermarkt ... aber die haben sich mittlerweile eingelatscht und passen rech gut soweit.

So denn, ich werde langsam schlussmachen, mein letztes Bier (hab schon wieder vergessen einen neuen 30er Karton zu kaufen) trinken und mich dann ins Bett hauen. Wird heut ein feines Einschlafen, weil 2 Stellplätze neben uns parkt seit heute ein recht cooler Typ (ca. 40), der seit dem ich ihn gesehen habe (ca. 17:15 Uhr) eigentlich ununterbrochen Bier trinkt ... und jetzt grad ganz laut "The Doors" vor seinem Zelt hört.

Wann man uns das nächste mal von uns liest kann ich nicht sagen ... im Nationalpark gibts nichtmal ein Telefonnetz. Na bravo, Wildnis, here we come!

Camping for Runaways!
(Camping für Fortgeschrittene)

Nachtrag, weil ichs grad gelesen hab, siehe HIER: anscheinend hab ich in diesem Urlaub doch dann auch mal Glück ... im Osten von Australien scheints ja grad sehr unlustig zuzugehen. Naja, davon merkt man hier Gott sei Dank genau GAR NIX. Ist halt doch ein Kontinent, dieses Australien und nur weils im gleichen Land passiert, ist es doch einige tausend Kilometer entfernt.

Kommentare:

  1. Flip Flops werden besser je günstiger sie sind. Sollte ich übrugens keine Karte erhalten lasse ich dich von Irina auf eine der kaputten A380er umbuchen *Muahahaha*. Das Foto von Caro könnte man übrigens auf jedes Campingfetischmagazin auf die Titelseite geben ;-)

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  2. Liebe Grüße aus dem frostigen Tirol!

    http://mawibo.jimdo.com/andrae/

    Lg ScCh

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  3. Das ist alles, was Sie brauchen: ein gutes Auto, und Sie können reisen, wo immer Sie wollen

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